Kino. Ist das politisch?

Jîn

Eine 17 Jahre alte kurdische Terroristin versucht vergeblich zu der eigenen Familie zurückzukehren. In visuell beeindruckenden Landschaftsaufnahmen der heute östlichen Türkei wird der anhaltenden Krieg zwischen Kurden und Türken pantheistisch verarbeitet. Verträumt und ebenso traumatisierend wird die im Kreise verlaufende Geschichte von Jin erzählt. Interessante Mädchen/Frauenfigur trifft auf perverse Männerfiguren.

Betroffenheitskino, das kein gute Ende nimmt und dabei die Ideologien der sich bekämpfenden Parteien ausklammert, um das Töten als solches in der ästhetisch starken Natur zu dramatisieren.

Ein zu teilen kitschiger, aber sehenswerter Film mit einigen unnötigen Längen im späteren Verlauf.

Credits: Jîn; Türkei 2013, Regie: Reha Erdem, 122 Min.

Rock the Cashbag

Die Erfahrung israelischer Soldaten im Gaza-Streifen. Ein Soldat wird von einer von einem Dach geworfenen Waschmaschine getötet. Seine vier Kameraden erhalten den Befehl fortan den Ort der Tat zu überwachen, um den Mörder ausfindig zu machen. Das Aufeinandertreffen von zwei völlig voneinander entfremdeten und nicht zu vereinbaren Welten wird psychologisch aufgeladen und fiktiv aber mit versucht dokumentarischen Blick geschildert.

Ein Film aus der Perspektive israelischer Soldaten. Der Filmemacher verarbeitet seine eigenen Erfahrungen als Soldat.

Credits: Rock the Casbah; Israel/Frankreich 2012, Regie: Yariv Horowitz, 93 Min

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