Cloud Atlas

Der Ton macht die Musik. Das sanfte Klavierspiel, das Zittern der Geigen, das Donnern der Pauken. In Cloud Atlas macht der Ton nicht nur die Musik, er macht die Handlung. Treibt sie voran, greift in sie ein und deutet sie an. Das Klopfen an der Tür, das sich in der Dunkelheit verliert oder das Klingeln des Telefons, das sich über die Zeit hinaus erstreckt. Eine Tür wird geräuschvoll zugeschlagen, um sich knarzend in der Vergangenheit zu öffnen. Doch auch die Stille lässt vollkommen neue ungeahnte Bilder entstehen. Ohne ein Klirren schwebt Porzellan durch die Luft, fast schwerelos. Es teilt sich gleich eines Tanzes um sich dann, einer neuen Logik folgend, wieder anzuordnen.

Die Musik ist Emotionen und Geschichte zugleich. Im Herzen steht das „Cloud Atlas -Sechstet“. Diese Melodie, die sich im Klavierspiel manifestiert doch bereits zuvor immer präsent war. Die Melodie, die fortwährend in allen Zeiten besteht und diese miteinander verbindet, wie auch alle Schicksale und Figuren miteinander verbunden sind. Cloud Atlas ist eine Komposition, in der die Schauspieler jedes Instrument beherrschen. Wie eine Symphonie greift der Film sechs Geschichten auf und verbindet diese durch die Musik über die Zeit hinaus zu einem einzigen pathetischen Werk.

Credits OT: “Cloud Atlas”, D/USA 2012, Regie: A.&L.Wachowski/T.Tykwer, 172 Minuten

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