Das Leben ist eine einzige Party.

Solch eine abgedroschene Lebensweisheit sollte sich nicht unbedingt zu Herzen genommen werden, Baz Luhrmann tut dies jedoch in seinem neuen Film: Der Große Gatsby. Mit der Weisheit: Weniger ist mehr, nimmt er es jedoch nicht so genau. Der Film glitzert, schillert, leuchtet; farbenfroh, laut, gewaltig und in 3D. Und auch wenn er nur zweidimensional gesehen wird, fallen die vielen, extra für die moderne 3D-Technik gestalteten Bilder auf. Der Vor- und Abspann, die sich auf einen zubewegenden, wegschwebenden Rechtecke, der Blick an Leonardo DiCaprio vorbei auf die überzeichnete, digital erzeugte, künstliche Bucht, die fallenden Hemden, das glitzernde Konfetti. Und nicht nur die Kulisse ist künstlich überzeichnet, auch bei den Kostümen und Darstellern wurde sich viel Mühe gegeben, alles natürliche in den Hintergrund zu drängen. Die Tatsache, dass Carey Mulligan vor lauter Tiffany-Diamanten selbst fast nichtmehr zum strahlen kommt ist hier nur ein Nebeneffekt.

gatsby© WARNER BROS

Nicht nur die Juwelier-Kette verdient gut an dem opulenten Aufgebot, auch Prada, Miu Miu oder Jay-Z haben mitgemischt. Und so ergibt sich ein fulminantes, bis zum Ende vollgepacktes Werk, von dem der Zuschauer in den Kinositz gedrückt wird. Staunend und sprachlos – ob mit positiven oder negativen Gedanken, muss jeder für sich selbst entscheiden.

OT: The Great Gatsby. Regie: Baz Luhrmann. USA 2013,  142 min.

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