Ich seh Ich seh

Ein Film von Severin Fiala und Veronika Franz

ich seh ich seh

Zwei Zwillinge, die durch ein Maisfeld laufen, sie spielen fangen, das Rascheln der Blätter, Äste knacken unter ihren Füßen, die Maske des Fängers wird getauscht. Das Bild einer Naturidylle in Österreich entsteht. Eine große moderne Villa umgeben von einem See, Feldern, Wald. Ruhig, friedvoll aber auch beängstigend abgeschieden und einsam wohnen die beiden Jungen mit ihrer Mutter in diesem Haus. Nach einer Schönheitsoperation kommt diese wieder nach Hause zu ihren Kindern, doch für diese wirkt sie fremd. Auch wenn die Verbandsschichten aus dem Gesicht der Mutter langsam verschwinden, wächst das vertrauen in diese vermeintlich fremde Person der Zwillinge nicht. Der naturalistische Ansatz entwickelt sich zu einem hochspannenden Psychothriller. Die Leichtigkeit der Zwillinge während des Drehs ist zu spüren, es wird kein Text vorgegeben, der Dialog entsteht aus der Handlung. Anfangs wirkt es, als ob wir den Jungen in ihrem Alltag zusehen, sie beobachten bei ihren Entdeckungen in der Natur. Genau diese Leichtigkeit wandelt sich, umso mehr die Identität der Mutter angezweifelt wird und bleibt dennoch auf eine spannende, verstörend realistische Art bestehen.

OT: Ich seh Ich seh. Regie:  Severin Fiala, Veronika Franz. Österreich 2014, 99 Min.

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